Frei sein von Babyfüßen an

Freiheit und frei sein impliziert ein Gefühl, welches vielen sicherlich aus der eigenen Kindheit bekannt ist. In diesem Zusammenhang versteht es sich eher als die Zeit zu vergessen und seinen eigenen Interessen nachzugehen. Andere verbinden frei wiederum eher mit Urlaub machen und Wegfahren, neue Luft atmen- frei und entspannt sein. Worte wie Schulfrei und Angstfrei bezeichnen weg von etwas zu sein, wodurch bestimmte Sachen leichter von der Hand gehen. Auch Freude entsteht dabei meistens.

 

Frei sein hat ebenso viel mit der Abwesenheit von Grenzen oder Barrikaden zu tun. Ohne Grenzen zu sein eröffnet Offenheit und freien Spielraum. Im Grunde genommen kommt jeder als freier Mensch auf die Welt.

 

Freiheit von Babyfüßen an kann konkret folgendes bedeuten:

 

o        Windelfrei

o        Nuckelfrei (Schnullerfrei)

o        Breifrei

o        Kinderwagenfrei

o        Bettfrei (da gemeinsames Familienbett)

o        Impffrei

 

Was hat sich verändert?

Dieses Frei sein heißt allerdings auf der anderen Seite auch, dass andere Strategien oder Techniken Anwendung finden:

o        Windelfrei                                                         --> Abhalten durch intensive Kommunikation

o        Nuckelfrei (Schnullerfrei)                           --> möglicherweise Beruhigung an Mamas Brust

o        Breifrei                                                               --> Kleinkind gerechte Nahrungshappen kreieren

o        Kinderwagenfrei                                            -->  viel Tragen, Körperkontakt und Nähe sichern

o        Bettfrei                                                              --> gemeinsames Familienbett bauen

o        Flaschenfrei                                                     --> Stillen

 

Das mag die ein oder andere Mama überfordern. Jedoch ist es für den einen der einzig richtige und Kind gerechte Weg. Dem Kind kann es durch Teilaspekte oder alle Aspekte besser gehen (schläft ruhig, entspannt sich schnell, lächelt und freut sich öfter, wirkt insgesamt ausgeglichener und entspannter).

 

Unser Beginn eines mehr und mehr befreienden Weges

Bei uns begann der Frei- Weg als unser erster Sohn uns verdeutlichte, dass er nur sehr ungern in seinem Kinderwagen liegen wollte. Er weinte, schrie und schlief (wenn überhaupt) nur kurz darin ein. Das Tragen von Babys empfanden wir- als wir noch nicht Mama und Papa waren- als unpassend. Wir kannten es auch nicht. Auch Bekannte oder Freunde hatten wir nicht, die ein Tragetuch oder Tragesystem nutzten. Für uns stand vorher immer fest, dass wir das überhaupt nicht wollten. Windelfrei war uns nie ein Begriff- erst unsere Hebamme sprühte das Wort ein.

 

Tja, und so begann dann unser neuer, aber schöner Weg. Unser Sohn wurde immer häufiger getragen, wir versuchten uns im Windelfrei. Einen Schnuller hatte er vorher bereits nicht besessen. Und ein Bett gab es zwar, doch schlief er dort nicht. Vom ersten Lebenstag an genossen wir es zu dritt das Bett zu teilen. Den Brei, den ich ihm anbot, aß er nie. Jedoch probierte er gern von Nahrungsmitteln, wenn ich ihm etwas Festes in die Hand gab. Im Nachhinein sehe ich, dass vom Frei sein nicht nur unser Baby profitierte, sondern auch wir.  Denn wir müssen unserem kleinen Schatz keinen Nuckel abgewöhnen- stellt dir vor, dir wird etwas, was du liebst und für dein Leben als außerordentlich wichtig empfindest, nach einer gewissen Zeit wieder genommen, weil du es nun bereits lange genug hattest! Auch muss unser Baby das körpereigene Gefühl und Bewusstsein für die eigenen Körperfunktionen (inkl. den Ausscheidungen) nicht wiedererlernen, denn es wurde von Anfang an aufrechterhalten!

 

Vertraue dir und deinem Kind, dann eröffnen sich Möglichkeiten, die du vorher nicht erahnt hättest.

 

Für uns ist dieser Ansatz völlig normal geworden. Wir leben es einfach, weil es so normal ist. Für andere ist normal sicherlich etwas anderes. Aber wer sagt schon, was normal ist und was nicht. Normal kann und darf viele Facetten tragen. Was letztlich normal ist, spielt auch keine Rolle. Das eigene Normale muss mit dem Gefühl „Es passt zu uns“ übereinstimmen- nur das zählt letztlich!

 

Macht euch also auf in EUER

normales und freies Leben

mit Kindern!


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