Kommunikationsgenie im Strampler

Unterschätzung kommunikativer Fähigkeiten

Die kommunikativen Fähigkeiten von Babys und Kleinkinder werden aus meiner Erfahrung meistens unterschätzt. Sie sind klein, jung, unerfahren, können nur essen, trinken, schlafen und wollen bespaßt werden! Der Volksmund behauptet, dass Kinder erst kommunizieren können, wenn sie die ersten Wörter sagen können. Betrachtet man Babys aber genauer stellt sich ein anderes Bild dar.

Kommunikatives Baby

das tatsächliche Bild

Mithilfe ihres Blickkontaktes sind bereits wenige Wochen alte Säuglinge in der Lage, die Wahrnehmung auf sich selbst zu lenken. Dadurch zeigen sie zum Beispiel an, dass sie mal pullern müssen. Sie sind zudem fähig, Mimik und Gestik ihres Umfeldes zu übernehmen. Wenn Säuglinge ihre Arme der Mama entgegen ausstrecken, erkennt sie schnell, dass ihr Kind gern hochgenommen werden möchte. Das Greifen nach Spielzeug oder der Trinktasse in der näheren Umgebung verweisen auf den Wunsch Damit möchte ich jetzt spielen bzw. ich möchte trinken. Ein neun Monate altes Kind kann durch einen Quiekton zuverlässig anzeigen, wenn es Hilfe braucht, weil es sich allein von einer Stufe, die sich innerhalb eines Zimmers befindet, noch nicht heruntertraut. Quengeliges Weinen kann anzeigen, dass es müde ist und lieber schlafen möchte. Bleibt der Mund beim Brei füttern zu oder dreht es seinen Kopf weg, erkennt Mama, dass das Kind satt ist. Auch kann bei Krabbelkinder beobachtet werden, dass sie den Raum verlassen, in Höhe des Türrahmens sitzen bleiben und ihren Blick zur Bezugsperson richten. Dieser erwartungsvolle Blick stellt eine indirekte Frage dar: Kann ich weiterkrabbeln? Ist das okay? Kann ich mich sicher fühlen?

aktive und Bewusste Kommunikation

Das stellt nur einen kleinen Ausschnitt an kommunikativen Kompetenzen unserer Kleinsten dar. Allerdings sind diese beeindruckend. Babys sind also folglich fähig, aktiv und bewusst die Kommunikation mitzugestalten, um Antworten zu evozieren oder Reaktionen zu verdeutlichen. Dafür nutzen sie alles, was ihnen verbal und nonverbal gerade zur Verfügung steht.

Von Beginn an Kommunikation

Laute, Quietschtöne und Weinen sind die verbalen Möglichkeiten. Gesten, mimische Ausdrücke und Körperhaltung sind dem nonverbalen Repertoire zu zuordnen. Abschließend bleibt zu sagen, dass Kommunikation nicht an ein bestimmtes Alter oder an gewisse Fähigkeiten gebunden ist, sondern von Beginn an stattfindet.

 

Kommunikation ist ein Urbedürfnis!


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