Ist er immer so lieb?

Die Schubladen von „Lieb“ und „Böse“

Mit dieser Frage war ich oft konfrontiert, wenn ich mit meinem Baby mit Mitmenschen in Kontakt kam. Sie sahen, dass mein Sohn sehr ausgeglichen, fröhlich war und lächelte. Demzufolge stuften sie ihn als „lieb“ ein. Die Aussage „lieb“ wird meistens auch zusammen mit dem Adjektiv „böse“ gesehen. Diese Einstufung finde ich gefährlich. Bereits den Kleinsten wird vorurteilslastiges Denken vermittelt. Kinder können gar nicht anders als diese Denkschemata zu übernehmen. Im Grunde ist aber jedes Kind lieb. Alle Menschen sind „lieb“- egal wie groß, klein, dick, dünn sie sind.

Was wirklich „lieb“ ist, wird von Situation zu Situation, von Kind zu Kind und von der eigenen Gefühlslage bestimmt.

Das kindliche Verhalten als Auslöser eigener Erfahrungen

Allerdings ist das völlig irrelevant. „Lieb“ fängt in Deinem Kopf an!

 

 „Böse“ Kinder gibt es nicht.

 

Es ist vielmehr das Verhalten, das in Dir etwas triggert. Meist sind das Erfahrungen, die du in deiner Kindheit gemacht hast! Höre einmal tief in dich hinein, was dich wirklich stört und was du auf dein Kind überträgst!? Auf dieser Grundlage basiert deine Einstufung in „lieb“ und „böse“.

 

 

 

Liebes Kind

Verändere deine Perspektive

Sind unsere Kinder einmal nicht „lieb“- verändere deine Einstellung. Denn bekanntlich steckt hinter jedem Verhalten ein Bedürfnis. Das Bedürfnis sucht sich seinen Weg. Das kann und darf auch ein unangenehmes Verhalten zur Folge haben. Viel wichtiger erscheint der Umgang damit! Es gilt, das dahinter verborgene Bedürfnis deines Kindes zu sehen und zu stillen! Darin liegt der Beginn einer erfolgreichen Kommunikation: mehr sehen als nur das äußere Verhalten! Eure Beziehung wird sich dadurch stärken.

 

Es gibt nur lieb … und lieb und …. noch viel mehr lieb!

Gehe mit völlig offenen Armen deinem Kind entgegen. Das ist bedingungslose Liebe.

 

Und ja, er ist übrigens immer so lieb!

 

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