Nimm dein Kind ernst!

Dein Kind braucht dich, wenn es weint!
Lass` dein Kind mit seinen Gefühlen nicht allein.

Dein Kind ist dein Kind.

 

Du kennst dein Kind am allerbesten! Nimm es ernst!

 

 

Nimm dein Kind ernst, wenn es weint.

Es weint oder jammert nicht, um dich gezielt zu ärgern. Es fühlt sich traurig und der Ausdruck des Weinens (durch jedes andere Gefühl austauschbar!) ist gerade die Ausdrucksform, die deinem Kind in diesem Moment zur Verfügung steht. Achte jedes Gefühl! Kinder erfahren Gefühle viel intensiver als wir. Oftmals fühlen sie sich von ihren Gefühlen überrannt und können sie selbst nicht steuern. Dein Kind fühlt sich hilflos, vielleicht sogar ausgeliefert.

 


Dein Kind ist auf deine Zuwendung angewiesen

Es braucht jetzt Hilfe und Trost. Auf deine Nähe und Zuwendung ist es jetzt dringlichst angewiesen. Lass` dein Kind also in solch einer Situation nicht auch noch alleine damit. Sei für dein Kind da! Wenn es das toleriert, nimm es in den Arm, haltet die Situation aus, durchlebt sie. Gib deinem Kind die erforderliche Zeit, um sich nicht mehr vom Gefühl steuern zu lassen. Wenn dein Kind eine Umarmung nicht toleriert, bleibe bei ihm, im selben Raum. Setz dich auf den Boden nahe zu deinem Kind, warte ab. Bleibe bei dir, bleibe ruhig. Lass sein, was gerade ist. Gib dem Gefühl einen Namen. Durch die Namensgebung personifizierst du es. Für dein Kind wird das Gefühl greifbarer. Vielleicht schmunzelt es sogar über deine Worte (Beispiel für das Gefühl „Wut“: Das Wutpaket in deinem Bauch… oder der Wutstrolch oder Wutzwerg). Das verhilft deinem Kind von dem Gefühl etwas Abstand zu bekommen. Dadurch wirkt das Gefühl nicht mehr so übermächtig. Das Gefühl zu erleben und auszuhalten führt zur inneren Reinigung. Gerade bei kleinen Kindern ist Körperkontakt zur eigenen Balanceherstellung sehr hilfreich. Ob es wirklich nützlich ist, sein Kind mit anderen scheinbar interessanten Objekten abzulenken, wage ich zu bezweifeln. Es hilft in dem Moment mehr den anwesenden Personen als dem Kind.

Dein Kind ist ein freier Mensch genauso wie du

Nimm dein Kind ernst, wenn es Verhaltensweisen zeigt, die dich triggern. Nimm dein Kind ernst, wenn es äußert, dass es etwas nicht möchte. Respektiere dein Kind, wenn es etwas nicht möchte (essen, spielen, Kleidungsstück). Dein Kind ist ein freier Mensch, dessen Meinung zählt und anerkannt wird- genauso wie deine Meinung! Du hast die Möglichkeit, dich zu erkundigen, warum es das nicht möchte. Je nach Alter und sprachlicher Ausdrucksfähigkeit kann dein Kind vielleicht schon in der Lage sein, dir eine Antwort zu schenken. Du kannst deinem Kind auch die Frage stellen, was es dann lieber möchte, wenn es das nicht will.

Du kannst nicht immer direkt erkennen, warum dein Kind gerade so handelt

Nimm dein Kind ernst, selbst wenn es sich nicht traut etwas zu tun. Dein Kind hat dafür triftige Gründe. Hinter jedem Verhalten deines Kindes gibt es wahrhaftige Gründe, die du nicht immer sehen kannst! Bedürfnisse verbergen sich dahinter. Sie wollen erkannt und gehört werden. Wenn dein Kind spürt, dass du es ernst nimmst, fühlt es sich nicht allein. Versetze dich in die Lage deines Kindes, auch du möchtest „gehört“  und ernst genommen werden.

Du übernimmst die Verantwortung für eure Beziehung


Signalisierst du deinem Kind, dass du es ernst nimmst, gehst du in Beziehung zu deinem Kind! Damit setzt du ein klares Zeichen, dass es dich interessiert wie es ihm geht! Das ist ein Weg, der von Respekt und Achtsamkeit geprägt ist. Dadurch übernimmst du die Verantwortung für eure Beziehung!

 

Vertraue dir und deinem Kind!

 

 

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