Wie viel Ausprobieren ist erlaubt?

kindlicher Forscherdrang
Ist dein Kind auch überall, wo du bist und möchte unbedingt mitmachen?

Selbstverständlich dabei und miteinander?!

Meine Kinder sind so neugierig in der Welt unterwegs, dass sie immer wieder neue Dinge finden, die sie inspirieren.

 

Bei sämtlichen Dingen (im Haushalt, im Garten, beim Basteln, Bauen etc.), die ich mache, können meine Kinder mitmachen und selbst einmal ausprobieren. Sei es das gemeinsame Salatmachen oder Kuchenbacken (Mixer, Teig kneten, Tüten aufmachen, abwiegen, Eier aufschlagen uvm.) oder aber auch Wäsche zusammenlegen (mein großes Kind, 4) liebt es- ist meist eifriger als ich bei der Tätigkeit und kann manchmal gar nicht genug davon bekommen (beispielsweise: Staubsaugen). Selbst unser kleines Kind (1 Jahr) möchte immer mehr das kopieren, was wir machen (malen, Haare kämmen, mit dem Messer schneiden). Ich lasse sie bei allem selbst mitmachen und ausprobieren.

 

Selbst unser 1Jähriger darf mit seinem Messer versuchen, Gemüse oder ein Obststück (was gerade parat liegt) zu schneiden. Das bringt den Kindern ein großes Gefühl von Eigenwirksamkeit, eigenen wertvollen Erfahrungen (u. a. wie gehe ich damit überhaupt um und was ist es?). Sowohl feinmotorisches Geschick als auch soziales Miteinander werden erlebt (Abwarten lernen, miteinander agieren, abschauen wie ein anderer es umsetzt und dabei erfahren, dass mehrere Wege zum Ziel führen).

 

Bei jeder Art ihrer Tätigkeit erleben sie, wie sie was nutzen können und ob oder wie sie zu ihrem Ziel kommen. Nur durch das eigene Erfahren erleben sie wie es sich anfühlt (z. B. Teig), wie man damit umgehen kann, wie viel Druck man einbringen muss, um den Teig zu verformen, wie kalt, nass oder feucht der Teig ist, welche Farbe und Beschaffenheit der Teig hat.

 

 

Bei uns existiert kein festgelegtes Alter, ab wann unsere Kinder was dürfen oder nicht. Man kann erst lernen wie mit den Dingen umzugehen ist, wenn man sie selbst handeln darf! Traut euren Kindern wieder mehr zu, bleibt dabei und beobachtet! Sie sind wahre Forscher, Entdecker und Schöpfer!

Jede Begegnung mit deinem Kind beruht auf vollstes Vertrauen

Begegne deinem Kind mit Vertrauen:

 

Vertrauen in seine Fähigkeiten, Vertrauen in seine Entwicklung, Vertrauen in seine Kreativität, Vertrauen im Finden von Lösungen, Vertrauen dass es dein Kind schafft! Vertrauen, dass Umwege einfach dazu gehören!

Herausforderungen an uns Eltern

Bei uns kann das reges Treiben aber auch bewusstes und ruhiges Kreieren bedeuten, meistens ist es ein lebendiges und fröhliches Setting, ab und zu komme ich noch in mein altes Muster zurück, meinen Kindern zeigen zu müssen, wie es „richtig“ geht, anstatt sie selbst ihren eigenen Weg entdecken zu lassen! Auch ist es manchmal schwierig als Elternteil gelassen abzuwarten, bis das Kind fertig ist, obwohl du als Mama vielleicht gedanklich überlegst, was heute noch zu erledigen ist oder der Gedanke, dass der Backofen bereits seit 30 Min vorheizt (den man bekanntlich ausschalten kann!)… Es fordert dich als Mama auf, kreativ zu sein in der jeweiligen Situation. Und die Situation kann heute ganz anders sein als morgen!

 

Zeigen meine Kinder ausdrücklich Mithilfe an, bin ich gern bereit einzugreifen frei nach dem Motto; Hilf mir es selbst zu tun! Zunächst gehe ich in kurzen Kontakt mit meinem Kind (suche den Blickkontakt, frage kurz nach). Anschließend versuchen wir gemeinsam eine Lösung zu finden.

 

Aufgrund der besseren Körperkontrolle wird bei uns auf dem Boden gemixt oder mit Brett auf dem Boden sitzend Kartoffeln geschält. Das entspannt viele alltägliche Arbeiten und bringt selbst für den Kleinsten interessante Aspekte (Kartoffeln werden plötzlich in den Topf gelegt und wieder herausgeholt, Kartoffeln will er auch versuchen selbst zu schälen etc.) auf seiner Augenhöhe.

Ich schenke meinen Kindern den Freiraum, den ich auch gern habe

Für mich ist es selbstverständlich, dass meine Kinder dabei sein können. Ich erlaube es ihnen nicht, auch verbiete ich es ihnen nicht. Wenn sie es nicht wollen, suchen sie sich eine andere Tätigkeit, die sie mehr interessiert. Das ist vollkommen in Ordnung. Ich schenke meinen Kindern den Freiraum, den ich auch gern haben möchte. Ich lasse sie frei entdecken und forschen. Gerne mit mir, bei Bedarf natürlich auch gern allein! Das entspricht ihrem natürlichen Lerndrang! Ihre intrinsische Motivation wird unterstützt. Neurobiologisch werden wichtige Entwicklungsschritte frühzeitig vernetzt.

 

Der Freiraum meiner Kinder geht soweit, dass es bei uns keine Gitterstäbe an Treppenaufgängen oder ein extra aufgestelltes Krabbelgitter gibt. Alle Türen sind in der Regel immer einen Schritt weit geöffnet, so dass selbst der Kleinste die Möglichkeit hat, den Raum zu verlassen, einen neuen zu betreten, weil er dort unbedingt etwas entdeckt hat und ausprobieren möchte oder einfach um mir zu folgen! Durch den erlebbaren Freiraum meiner Kinder setze ich keine zusätzliche künstliche Grenze.

 

Lass` dein Kind ausprobieren und seine eigenen Erfahrungen machen. Das ist mit das Wertvollste, was du ihm auf seinen Lernweg mitgeben kannst!

 

Vertraue deinem Kind, dass es den Mut und das Potential hat!

 

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