Dein Handeln vermittelt eine Botschaft!

„Kinder zu lieben bedeutet, sie so sein zu lassen wie sie sind.“      (Remo Largo)

Erwachsene sind oftmals der Überzeugung, sich wiederkehrend in das Spielverhalten und Wirken der Kinder einzumischen. Meist tun sie das, um ihnen nur DAS BESTE zu wollen! Sie greifen ein, indem sie ein Spiel vorzeitig beenden, indem sie erklären wie es denn „richtig“ gehen würde oder die Eltern korrigieren ihr Kind verbal oder in seiner Handlung… ("...so geht das richtig, warte mal- ich zeig es dir, das passt nicht...").

 

Es stellt sich die Frage, ob das uneingeforderte elterliche Einbringen wahrhaftig nur das Beste sei…?!

 

Durch das skizzierte Einbringen wird dem Kind vermittelt, dass es so nicht richtig „spielt“ oder „falsch“ mit den Dingen umgeht, obwohl dein Kind seinem natürlichen Bedürfnis folgt. Damit wird ihm die enorme Energie des eigenen Forschungsdranges geraubt, sein Selbstwertgefühl verletzt und eine wiederkehrende Störung seines Spiels erlebt. Dein Kind darfnicht eigenständig entdecken, wie seinSpiel verläuft, ob der Baustein beispielsweise noch auf den anderen passt oder ob der Turm dann schon umfällt.

Das sind aber grundlegende Sinneserfahrungen, die dein Kind braucht!

 

Die größte Anerkennung und Wertschätzung kannst du deinem Kind schenken, wenn DU deinem Kind ohne Wertung und Kritik (oder der möglichst geringsten) entgegenkommst.

 

Das bedeutet, keine zusätzliche (künstliche) Grenze (z. B. Spiel oder Handlung beenden) zu setzen, keine Wenn- Dann- Konsequenz ankündigen (nutze nicht deine potentielle elterliche Machtstellung aus, ein Kind muss nicht „gehorchen“ und sich „anpassend“, sondern es darf eigenständig, individuell und gleichwürdig sein).

 

Behandle es mit Respekt- dein Kind will dir nichts „Schlechtes“!!!

 

Dein Handeln vermittelt deinem Kind eine Botschaft!

Geh statt in Erziehung, in Be-ziehung mit deinem Kind!

 

 

Dazu habe ich IMPULSE für dich zusammengestellt. Lass sie auf dich wirken!

 

Welches Bild vom kindlichen Lernen hast du im Kopf?

Wie soll und darf (d)ein Kind in deinen Augen sein?

 

Wie würde es dir ergehen, wenn sich dein Partner wiederkehrend dein Verhalten beurteilt?

Wann fühlst du dich am stärksten wohl und willkommen?

 

Hast DU das Recht, dein Kind ungefragt zu (be-) werten?

Hast DU das Recht, dein Kind zu kritisieren?

Hast Du das Recht, dein Kind zu ermahnen?

 

Hast Du das Recht, dich einzumischen, ohne dass dein Kind es einfordert?

Gibst du deinem Kind mehr mit auf seinen/ ihren Weg, wenn DU ihr/ ihm Raum und Zeit zum (wertlosen) Zuhören eröffnest?

 

Was passiert MIT DIR, wenn du dein Kind so sein lässt wie es ist?

 

Was geschieht IN DIR, wenn du in die beobachtende und begleitende Rolle deines Kindes kommst?

 

Was ändert sich an eurer BEZIEHUNG?

 

 

Vertraue deinem Kind in seinem Handeln und Lernen-

 

es wird seinen Weg entdecken, auch ohne dein korrigierendes Zutun!

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